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Schnuppertour am Widderstein mit Jürgen |
Mitte März nach einem leckeren Walser Raclette Essen im Holzschopf: „Jürgen, der Telemark Unterricht bei Dir war super, endlich fahr ich auf der Piste auch mal um die Kurve und rutsch nicht nur rum. Aber, sag mal, am liebsten mach ich ja so Touren. Machst du so was eigentlich auch?“ „Ja, schon.“ „Das einzige ist, meine Partnerin hat so was noch nie gemacht, hättest du so eine Art Genusstour?
Sodass sie dann daran gefallen findet?“ „Kann man einrichten.“ „Ein nicht zu langer Aufstieg?“ „Mit zwei, drei Stunden kann man was machen!“ „Einfache Abfahrt?“ „Klar“ „Bei gutem Schnee“ „Kein Problem hier“ „Gutes Wetter“ „Ok, das wär’ aber extra“ „Montag?“ „Passt“.
Montag, den 16. März trafen wir uns an der Talstation Salober und machten uns mit der Benutzung der Ausrüstung wie Felle und LVS vertraut. Noch schnell Lawinenschaufel-, sonde, Jacke, Apfel und Wasser verstaut und los ging es bei Traumwetter und mit freier Ferse.
Gegenüber vom Hotel Adler wurde die Passstraße gequert und es ging rechts vom Widderstein Richtung Widdersteinhütte bergauf durch fast unverspurtes Gelände. Nur der Wirt vom besagten Hotel hatte bereits eine Spur in den Hang gezogen. Nach einigen Minuten konnten wir erfreut vermerken, dass sich zum Traumwetter auch noch Traumschnee dazu gesellte. Auf harter Schicht lagen einiger Zentimeter Pulverschnee, der die ganze Tour zum Vergnügen machte. Ein Mann ein Wort, danke Jürgen.
Mit jedem Meter wurde die Aussicht grandioser. Gegenüber der Karhorn und das Skigebiet, das zunehmend wie ein Ameisenhaufen aussah, wenn auch wie ein spärlich besiedelter. Auf der anderen Biberkopf und Widderstein, wo wir einige imposante Schneeabgänge beobachten konnten. Darüber ein Himmel, blauer als in jedem Sissi-Film.
Mit guten Tipps von Jürgen wurden auch die kleinen technischen Schwierigkeiten wie Spitzkehren und etwas steilere Passagen in Würde gemeistert. Eine normale Telemarkausrüstung, also ohne Tourenbindung oder –schuhe, ist auf dieser Tour gar kein Problem.
Nach guten zwei Stunden und ungefähr 600 Höhenmetern hatten wir eine Mulde oberhalb der Widdersteinhütte erreicht, unser Gipfel. Die Gipfelpause bot uns eine unglaubliche Aussicht. Dann ging es dann in die Abfahrt, die wie folgt zusammengefasst werden kann: Traumhaft. In mäßigem Tempo ging es kontrolliert Richtung Salober. Einzige Unterbrechung, wir ließen eine Gruppe überraschtes Wild den Hang im Mittelteil vor uns queren.
Unten wurde dann noch ein wenig mit dem LVS geübt. Etwas das man wohl nicht oft genug machen kann und in der Nachmittagswärme ein schöner Ausklang war. Jürgen, Mission accomplished - vielen Dank für den schönsten Skitag in zwei Wochen. Die Tannberg Telemarker haben zwei neue Supporter.
Daniela & Gerrit aus Hamburg |
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Last Updated on Tuesday, 12 May 2009 22:07 |