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Am letzen Wochenende im Januar 2010 haben sich 8 – den winterlichen Bedingungen trotzende– Unerschrockene im Tannberger TeleWald getroffen, um Erstversuche im Telemarken zu starten.
Schon einmal kurzum vorab:
- Wir hatten viel Spaß...
- haben viel Gelacht...
- der Ein oder Andere hatte ordentlich Muskelkater...
aber vor allem & das ist ja letztendlich das Wichtigste: ist der Löwenanteil vom Virus „Telemarken“ infiziert.
Christian - im Weiteren nur noch Gustl genannt – war unser Lehrmeister in die Welt der freien Ferse und hat sich auch sonst um alles Organisatorische gekümmert. Sei es das perfekte mit Liebe gestaltet Frühstück, die Unterkunft bei Jürgen gleich nebenan vom Holzschopf (sehr urig, voll ausgestattet und einfach gemütlich), die Fahrgemeinschaften, die Liftkarten & natürlich auch die Material-Organisation, damit wir voll und ganz in das Free-Heel Feeling einsteigen konnten.
Schon der Blick am Samstagmorgen aus dem Fenster, versprach noch mehr Powder, als wir bei unserer längeren Anfahrt am Freitagabend schon vermutet hatten. Also auf in das Vergnügen! Nachdem wir alle mit Schuhen & Ski versorgt waren, gab es die ersten Laufversuche – wir wollten es ja nicht gleich überstürzen – und dann ging es schon mit dem Lift Saloberjet in höhere Gefilde. Gustls Motivation war gleich von Anfang an, dass mit 8 Schritten die freie Fersenwelt zu bezwingen ist.
1) Damit wir uns an das neues Material gewöhnen konnten, sollten wir im Alpinstil, natürlich mit Fersenbelastung die ersten Schwünge in den frischen Schnee ziehen.
2) Zunächst mussten wir erst einmal üben, wie denn ein richtiger Telemark-Schritt aussieht. Mittiges Absenken mit erhobenen Haupt und Brust raus (gar nicht so einfach: die Tendenz des Blickes geht schon beim Fahren zu den Ski) mit Abstand eine Schrittlänge.
3) Basierend auf Gustls Grund-Motivation probierten wir dann auch gleich einmal die Schrägfahrt in Schrittstellung – zunächst nur nach einer Seite - aus. Nach erfolgreichem Üben Üben Üben ging es dann auch schon weiter auf die andere Seite.
4) Nun folgte das Aneinander-Reihen von Schrägfahrten mit deutlichem Stopp ohne schon die Schwung-Linie einzuleiten. Oh je, der Ein oder Andere (Namen werden selbstverständlich nicht veröffentlich) hat da ganz schön deutliche Schokoladen-Seiten Zugleich trainierten wir den Schrittwechsel im Stand und beim „Telemark-Gehen“!
5) Darauf folgte der Schrittwechsel in der Schrägfahrt. Spaßig wurde es, als wir in 4er Teams – verbunden durch Festhalten ans unseren Stöcken, die wir vor uns gehalten haben, aneinander gereihte Schrittfolgen in der Falllinie trainiert haben. Wenn da nicht rechtzeitig die Stöcke losgelassen werden, kann man seine Telemark-Kollegen schon mal ins Schwitzen bringen
6) Damit wir uns langsam an einen Telemark-Schwung herantasten konnten, führten wir einen Schwungfächer aus. Die erste Kurve wurde aus einer Schrägfahrt eingeleitet. Als das klappte, starteten wir aus der Falllinie, um dann durch langsames Tiefgehen in die Telemarkposition zu einer Kurve zum Berg ansetzten. Schlussendlich begannen wir aus der Schrägfahrt, bereiteten die Kurve vor und beendeten sie durch den Schrittwechsel in eine neue Schrägfahrt. Die erste richtige Kurve im Telemark-Style war geschafft.
7) Zum Ende des 1. Tages versuchten wir die ersten Telemarkschwünge aneinander zureihen. Damit wir abends die neuerworbene Technik auch analysieren konnte, durften wir uns vor Gustl´s Kamera präsentieren.
Nach unseren ersten – recht spaßigen Versuchen – hatten wir uns selbstverständlich noch das ein oder andere Getränk im S1 Salober-Treff verdient. Hungrig & nach einer warmen Dusche gierend traten wir doch relativ zeitnahe den Rückzug zum Holzschopf an, damit wir relativ bald unsere Grundbedürfnisse befriedigen konnten. Beim gemütlichen/ sehr gutem Abendessen bei Jürgen im Holzschopf bereiteten wir uns geistig & moralisch schon auf unsere folgende Video-Analyse vor. Uihhh, da sieht man doch schon sehr genau was noch Verbesserungswürdig ist. MERCI vielmals an Gustl für die lehrreichen Tipps. Den Abend haben wir dann noch in geselliger Runde gemütlich ausklingen lassen.
Der Sonntagmorgen sollte schon richtig beginnen: endlich Kaiserwetter & Powder Powder Powder. Nachdem eines unserer Transportmittel die Kälte der Nacht nicht so wirklich gut überstanden hatte & erst eine Weile muckte schafften wir es dennoch sehr zeitig auf den Berg, um die Tipps des Vorabends in der Praxis anzuwenden. Ziel war heute die flüssige Schrittfolge ohne Plateau (Schritt 8 auf unserer Telemark-Agenda). Für alle, die nicht wissen was sich hinter einem Plateau beim Telemarken verbirgt: ein flüssiger Schrittwechsel beim Kurven fahren ohne dass eine Bewegungspause gemacht wird. Nun hieß es Üben Üben Üben am Hang der Wannenkopfbahn. Gustl hat sich unsere Künste geduldig angeschaut & jedem Einzelnen die entsprechend notwendigen Tipps & Übungsvorschläge übermittelt: ein herzliches Danke hierfür. Ausklingen lassen, haben wir dann dieses Telemark-Schnupper Wochenende noch mit heißer Schokolade & Kaffee bei Jürgen im Holzschopf. Summa Summarum: Sehr gelungener Einstieg in die Welt der freien Ferse – Dank unseres Gustl – und mit Sicherheit für den Ein oder Anderen der Beginn einer längerfristigen Vision.
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